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ISSN 1610-9848
Mallorca-Newsletter
November 2012/1
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Hallo Mallorca-Fans,
nach einem fulminanten touristischen Sommer folgt auf Mallorca nun das Kontrastprogramm. Zwar ist es mit dem Start der Wintersaison zum 1. November nicht ungewöhnlich, dass es allerorts ruhiger und beschaulicher zugeht, in diesem Winter wird es aber stiller als in den Vorjahren.
Unkontrolliertes, schnelles Wachstum verbunden mit steigenden, oftmals auch überzogenen Preisen, ließ einerseits immer wieder neue »Szene-Treffs« entstehen, andererseits können die Mallorquiner (bedingt durch die andauernde Wirtschaftskrise) und die wenigen Winterurlauber den sommerlichen Besucherstrom nicht ausgleichen. Ob im nächsten Frühjahr wieder alle Restaurants, Bars und Discotheken geöffnet werden, bleibt abzuwarten.
Der Kontrast zum übervollen Sommer und Herbst könnte also kaum größer sein. Mallorcatreue Fans werden sich an die 80er und 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erinnert fühlen, als die Altstadt von Palma abseits der Kathedrale noch als Geheimtipp galt.
Sind auch Sie, lieber Leser, ein Fan der ruhigen Töne und mögen Sie die Inselhauptstadt beschaulicher? Können Sie sich an die Zeiten erinnern, in denen die Restaurants und Bars noch nicht so herausgeputzt und die Speisekarten deutlich mallorquinischer waren? Kennen Sie Palma noch ohne den täglichen Verkehrsinfarkt und den permanenten Parkplatzmangel? Denken Sie gern an die Bars abseits der bekannten Altstadtgassen, bevor diese saniert wurden?
Dann schreiben Sie an feedback@mallorca.de(*). Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften. (mb)
Ihr Team von
mallorca.de und reisebuch.de
P.S.: Natürlich dürfen Sie uns auch dann schreiben, wenn Sie Palma erst in den letzten Jahren kennen gelernt haben. Was begeistert Sie an der Inselhauptstadt? Was schreckt Sie ab? Was würden Sie ändern, wenn Sie könnten?
Den kompletten Newsletter können Sie wie gewohnt auch noch einmal im WWW nachlesen.
http://newsletter.mallorca.de/november2012-1
oder http://reisebuch.de/mallorca/newsletter/
(*) Ausgewählte Zuschriften an die angegebene E-Mail-Adresse werden im nächsten Mallorca-Newsletter veröffentlicht. Im Rahmen der redaktionellen Arbeit können diese Beiträge auch auf den Webseiten von mallorca.de und reisebuch.de erscheinen.
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In diesem Newsletter
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Mallorca A-Z
Alles Wissenswerte, was man bei einem Aufenthalt auf der Sonneninsel an Informationen benötigt. weiter >>>
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Robert Graves
Geschichten aus dem anderen Mallorca Die Baronin und das Mädchen mit den kurzen Haaren (Teil 5) weiter >>>
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Mallorca-News
Palma im November Nach dem Saisonende Ende Oktober wurde es auf Mallorca still. weiter >>>
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TV-Tipps
Die Insel Mallorca als Thema im deutschen Fernsehen. weiter >>>
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Mallorca-News
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Palma im November
Nach dem Saisonende Ende Oktober wurde es auf Mallorca still. Im Vergleich zu den letzten Jahren ist es in diesem Jahr jedoch besonders ruhig. Konzentrierte sich seit jeher in den Wintermonaten das Nachtleben auf die Inselhauptstadt, so werden auch hier in diesem Jahr vielerorts die Türen geschlossen bleiben. Die Restaurants in den beliebten Vierteln wie Portixol und Santa Catalina gehen ebenso in eine Winterpause wie die Discotheken am Paseo Maritimo.
Als Hauptursachen für die lange Winterpause werden vor allem die Finanzkrise und die daraus resultierenden Folgen genannt.
Einerseits erhöht die Stadt Palma die Gebühren (u.a. für Gastronomen), andererseits haben die Mallorquiner immer weniger Geld zur Verfügung, um die Restaurants zu besuchen, die abseits der Touristensaison zu einem Großteil auf die einheimische Kundschaft angewiesen sind.
Dieses trifft insbesondere die in der Zeit vor der Krise neu entstandenen Szene-Treffs und Inn-Viertel. Zu schnell sind die Preise angestiegen, weil das internationale Publikum angesprochen wurde.
Wer in den kommenden Wochen nach Palma reist, wird eine ruhigere, aber keinesfalls leere Inselhauptstadt vorfinden. Ideale Voraussetzungen für einen herbstlichen Stadtbummel oder eine ausgedehnte Tour durch die zahlreichen Museen der Stadt, die auch im Winter geöffnet bleiben.
(mallorca.de)
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Alfred Lichter auf Mallorca gestorben
Der in Oberschlesien geborene Maler und Bildhauer Alfred Lichter verstarb am 1. November im Alter von 95 Jahren in Alaró.
Lichter studierte in den 1930er Jahren u.a. auf der Kunstakademie in Berlin und lebte nach zahlreichen Studienreisen nach Asien, Afrika und Europa die letzten 30 Jahre auf Mallorca.
Dort widmete er sich voll und ganz seiner Kunst, deren abstrakten Werken eine emotionale, fast spirituelle Wirkung nachgesagt wird.
Lichters Gesamtwerk umfasst rund 800 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Entwürfe.
Schon im letzten Jahr wurde die Stiftung »Fundació Lichter Alaró« gegründet um das künstlerische Erbe des Künstlers zu bewahren. In der dortigen Ausstellung können wesentliche Arbeiten der verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers besichtigt werden.
(mallorca.de)
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Real Mallorca verliert erneut
Mit der fünften Niederlage in Folge ist RCD Mallorca nun endgültig in der unteren Tabellenhälfte angekommen.
Nach einer blamablen 0:5 Heimpleite gegen Real Madrid vor gut einer Woche folgte am letzten Sonntag eine 0:1 Niederlage gegen den Tabellenachtzehnten Deportivo La Coruña. Somit rutschte Real Mallorca nach dem 10. Spieltag auf den 13. Tabellenplatz der Primera División ab und ist nur noch zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Die Aussichten auf eine rasche Wende sind zudem nicht optimistisch: Am kommenden Sonntag ist der Tabellenführer FC Barcelona zu Gast in Palma. Über eine schlechte Kulisse werden sich beide Vereine jedoch nicht beklagen können: Da auf Mallorca viele Barça-Fans zu Hause sind, wird ein volles Stadion zu erwarten sein.
(mallorca.de)
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Mallorca A-Z
Costa Nord
Von Hollywoodstar Michael Douglas gegründete Stiftung und ein Kulturzentrum mitten in Valldemossa.
Neben Konzerten, Kochkursen, Ausstellungen und Wanderungen werden viele Informationen zur Geschichte Mallorcas im Allgemeinen und dem
Tramuntanagebirge sowie der Nordküste im Besonderen geboten. An
berühmte Besucher der Insel wird erinnert, vor allem an den Erzherzog
Ludwig Salvator, dessen Landsitz S´Estaca sich seit 20 Jahren im Besitz von Michael Douglas befindet, dem Mallorca, wie er betont, eine zweite Heimat geworden ist.
Die Stiftung hat Michael Douglas inzwischen der Landesregierung übergeben.
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Coto Privado de Caza
Dieses Schild signalisiert: Stopp! Ab hier ist alles privat! Wörtlich meint es: Privates Jagdgebiet. Jagdbares Wild mag es auf dem Grundstück jedoch vielleicht gar nicht mehr geben. Das Schild rechtfertigt eine Schrotladung bei widerrechtlichem Betreten. Ein Schild mit einem schwarzen und einem weißen Dreieck hat dieselbe Bedeutung.
Mehr »Mallorca A-Z« im Beileger zum ReiseBerater »Mallorca aktiv genießen« von Hartmut Ihnenfeldt unter Mitarbeit von Edith Kölzer, Hans-R. Grundmann und Stephanie Eichler.
»Mallorca von A – Z« bietet auf 92 Seiten alles Wissenswerte, was man auf der Reise oder bei einem längeren Aufenthalt auf der Sonneninsel an Informationen benötigt, von Agrotourismo bis Zungenstoff
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Ausflugstipp
Randa: Berg und Kloster
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Von der Playa de Palma kann man mit dem Mietwagen leicht andere attraktive Regionen der Insel erreichen. Vor allem Ausflüge in das Inselinnere bieten sich zunächst an. In näherer Umgebung liegt zwischen den Ortschaften Algaida und Llucmajor der bereits von Weitem sichtbare Tafelberg Randa (548 m) mit seinen zwei Einsiedeleien auf dem Weg nach oben und einer repräsentativen Klosteranlagen auf der Bergspitze. Von Las Maravillas, dem zentralen Punkt der Playa, aus fährt man weniger als eine halbe Stunde zu dem attraktiven Ausflugsziel. Im kleinen Dorf Randa ist der Weg zum Gipfel mit einem alten Steinkreuz und der Inschrift »Puig de Cura« ausgewiesen. Die steile Auffahrt geht über fünf Kilometer und wird (leider) auch von etlichen Sportradfahrern als Teststrecke für Leistungsfähigkeit genutzt.
In der weiträumigen mittelalterlichen Klosteranlange auf der Bergspitze soll der mallorquinische Gelehrte Ramon Llull, der auch als katalanische Identifikationsfigur fungiert, im 13. Jahrhundert als Einsiedler in einer schlichten Hütte Ruhe vor den Verführungen der Welt gesucht haben.
Das Santuari de Cura (Cura steht für Bergspitze) bietet heute Ruhesuchenden neben dem eigentlichen Kloster eine komfortable moderne Herberge mit 31 Zimmern und 4 Apartments sowie ein Restaurant mit Bar. Von hier oben hat man bei schönem Wetter einen fantastischen Weitblick über angeblich 36 Dörfer und Städte der Insel sowie weit hinaus aufs Meer.
Aus dem Reiseführer »Mallorca – aktiv genießen« von Hartmut Ihnenfeldt, erschienen im Frühjahr 2012.
Mehr Infos und kostenfrei bestellen unter
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Mallorca im Fernsehen
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Zusammengestellt von mallorca.de
(kurzfristige Programmänderungen und -verschiebungen möglich)
13.11.2012 | sixx | 22:00 Uhr
4 BLONDES – Das Tagebuch der Luxusfrauen
Doku-Soap über vier Düsseldorferinnen, die das Luxusleben auf Mallorca genießen.
18.11.2011 | Arte | 19:45 Uhr
Zu Tisch auf ...
Schnecken gehören auf Mallorca auf die Speisekarte und zählen als ganz besondere Delikatesse.
arte zeigt Toni Colon bei der Schneckensuche in den Bergen von Valldemossa, bei der Zubereitung und zeigt das anschließende große Familienessen.
22.11.2012 | ZDF.info | 09:30 Uhr
Urlaub zum Abgewöhnen – Wenn die Reise zum Reinfall wird
Reportage
Das ZDF-Team reist zusammen mit Hoteltestern des TÜV Rheinland u.a. nach Mallorca.
22.11.2012 | ZDF.info | 10:30 Uhr
Achtung, Ferienhausbetrüger!
Die Mallorca-Masche
Günstige Ferienhäuser einfach und direkt vom Besitzer zu mieten. Online ist alles möglich. Aber in letzter Zeit mehren sich die Beschwerden und Anzeigen über betrügerische Vermieter. Die ZDF-Reportage begleitet eine Familie aus Deutschland, die ihre Ferienfinca im Voraus bezahlt hat, vor Ort feststellen muss, dass sie auf einen Betrüger hereingefallen sind.
aktuelle TV-Tipps finden Sie auch unter
http://reisebuch.de/mallorca/service/TV-Tipps/
und
http://mallorca.de/tv-tipps
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Buchtipp
Mallorca aktiv genießen
Der Reiseführer »Mallorca aktiv genießen« aus dem Verlag »ReiseWelt50plus« enthält Informationen, die vor allem Individualreisende mit größerer Lebenserfahrung ansprechen. Dieser Band ist ausdrücklich kein Reiseführer für Senioren, sondern für Menschen um die Lebensmitte und darüber hinaus, die ihre Urlaubsgestaltung noch selbständig vornehmen und ihre Reisen »aktiv genießen« wollen.
Auf den ersten Blick wird den meisten Lesern nicht auffallen, wodurch sich dieser Reise-Berater von in Aufmachung und Umfang vergleichbaren Ratgebern unterscheidet.
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Erst bei genauerer Betrachtung entfaltet sich das Konzept, das u.a. darauf beruht, dass alle Informationen, die für die Zielgruppe irrelevant sein könnten, nicht berücksichtigt werden. Anstelle dessen liegt der Schwerpunkt auf altersgemäße Aktivitäten und gezieltes Genießen mit Qualitätsanspruch in allen Bereichen: von der Unterkunft über Gastronomie und Einkaufen bis hin zur Freizeitgestaltung.
Zur allgemeinen Information über Mallorca wird das ausführliche Handbuch durch den 88-seitigen Beileger ergänzt, der alle wissenswerten Aspekte der Insel lexikalisch von A – Z kurz pointiert darstellt.
Dieser Reise-Berater ist online versandkostenfrei zu beziehen über
http://reisebuch.de/shop/produkt/mallorca_reisefuehrer.html
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Demnächst auch als E-Book bei amazon!
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Veranstaltungstipps
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Zusammengestellt von mallorca.de (alle Angaben ohne Gewähr)
09.11.2012 | Palma | 20:30 Uhr
Jazz Voyeur Festival
Juan Antonio Gil
Latin Jazz
Teatre Xesc Forteza
bis 11.11.2012 | Palma | 16:00 Uhr / 19:00 Uhr
Disney Live! – La Mágia de Mickey
Auditorium, Sala Magna
10.11.2012 | Alcúdia| 21:00 Uhr
Jorge Gil Zulueta
Klavierkonzert
Auditorium
Plaça de la Porta de Mallorca, 3
10.11.2012 | Lloret de Vistalegre | 18:00 Uhr
Martin Schmitt-Show
Pianist, Sänger und Entertainer
Kulturfinca Son Bauló
10./11.11.2012 | Palma
Segel-Regatta
»II Trofeo Olimpic By GP«
Veranstalter: Real Club Náutico de Palma
12.11.2012 | Palma | 20:30 Uhr
Any Alcover
Rondaies mallorquines
Teatre Principal, Sala Gran
15.11.2012 | Inca
Dijous Bo
Landwirtschaftliche, Vieh-, Handwerker-, Industrie- und Lebensmittelmesse
Zum Dijous Bo werden wieder zwischen 150.000 und 180.000 Besucher erwartet. Mehrere hundert Aussteller bieten verschiedene Waren – von Lebensmitteln bis zu Gebrauchsgütern – an. Aufgrund des zu erwartenden starken Besucher-zustroms werden eigene Bus- und Zugverbindungen eingerichtet. Es wird empfohlen, diese zu nutzen, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden. Die traditionelle Herbstmesse gilt als größtes Volksfest der Balearen.
aktuelle Tipps auch bei Facebook http://www.facebook.com/mallorca.de
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Robert Graves
Die Baronin und das Mädchen mit den kurzen Haaren (Teil 5)
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(Fortsetzung aus dem letzten Mallorca-Newsletter)
Sie können sich meine Überraschung vorstellen, als Mr. Estrutt mir mit dem von Mr. Jonés abgewandten Auge zuzwinkerte und antwortete: »Don Antonio, unsere jungen Mädchen in England sind durch die Aufregungen des letzten Krieges völlig enthemmt worden. Es kann außerdem sein, dass das arme Kind fürchtete, dass, falls sie ihn nicht in der Öffentlichkeit liebkoste, er sie grausam zurichten würde, wenn sie wieder einmal alleine wären.«
Kurzum, das Angebot an uns drei Zeugen für einen Aufenthalt in London belief sich auf zwanzig Peseten am Tag zuzüglich der Reisespesen, Verpflegung und Unterkunft, Wäsche, Wein, Zigarren und allem, was wir im Rahmen des Vernünftigen haben wollten, Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten nicht ausgeschlossen. Dazu würde jeder von uns fünf hundert Peseten bekommen, für den Fall, dass wir dem Richter unser Beweismaterial so vortrügen, dass es ihn über zeugte. Er bat mich auch da rum, so nett zu sein, dieses Angebot an meine Freunde Don Sebastian und Don Damián weiterzuleiten.
Ich wollte wissen, wie lange wir fort wären, und Mr. Estrutt schätzte, dass wir innerhalb von drei Wochen wieder zu Haus sein würden. Ich sagte, wir würden erst dann zustimmen oder absagen, nachdem wir darüber geschlafen hätten, aber Mr. Jonés wünschte unsere Unterschriften unter den Vertrag am selben Abend, da er noch gerne das Schiff nach Barcelona erreichen wollte.
Ich ließ die Engländer bei mir zu Hause warten, begab mich zum Hotel Bonsol und ging ein Weilchen mit Damián spazieren. »Du bist ein gescheiter Mann«, sagte ich, »und kennst dich bei den Reichen aus. Mir liegt eine Einladung vor, als Zeuge in einem Kidnapping-Fall nach London zu fahren. Nun, reichen zwanzig Peseten am Tag, alles inklusive, als Provision für so eine Sache? Ich würde ungefähr drei Wochen lang weg sein.«
Damián hielt inne, schaute mich erstaunt an, spuckte einmal kräftig auf den Boden und sagte: »Mann, es wäre bescheuert von dir, dazu nein zu sagen! Ich selbst würde ohne Bezahlung fahren, auch wenn es nur darum ginge, diesem langweiligen Loch zu entkommen und wieder die große Welt zu sehen.«
Sie müssen wissen, Damián war früher Kutscher beim Präsidenten von Argentinien, wovon er den Spitznamen hat, und dachte immer noch an jene glorreichen Tage.
Er fügte hinzu: »Aber was zum Teufel hat diese Entführung mit dir zu tun?«
»Geduld, mein Freund«, sagte ich, »sag mir erst, ob der Preis im Prinzip richtig ist.«
Er überlegte, spuckte noch einmal und meinte dann:
»Im Prinzip, Toni, solltest du dreißig Peseten am Tag verlangen. Die Engländer rechnen mindestens fünfzig Prozent dazu, wenn sie mit Spaniern verhandeln.«
»Und fünfhundert Peseten extra?«
»Eine stattliche Summe, bei Gott! Ich wünschte, ich hätte die Chance, soviel in drei Wochen Urlaub zu verdienen.«
»Dann freue dich, Damián! Du bist auch eingeladen!«
Das hielt er zuerst für einen Witz, aber nachdem er meine Geschichte gehört hatte, warf er seinen Hut so hoch in die Luft, dass er über die Terrasse ins Tal hinunter und letztlich in den Torrente flog, und nie wieder gesehen wurde.
Wir gingen sofort zu Sentiá hin und machten ihn mit seinem Glück bekannt. Da er zu der Zeit damals knapp fünf Peseten am Tage bekam, die ein Gelegenheitsarbeiter verdiente, sprangen ihm die Augen vor Gier förmlich aus den Höhlen. Trotzdem mussten wir eine ganze Menge coñac in ihn hineinkippen, bevor wir ihn überzeugen konnten mitzumachen. Da er noch nie in seinem Leben die Insel verlassen hatte, hegte Sentiá eine furchtbare Angst davor, in einem Sturm auf hoher See zu ertrinken. Letztendlich aber stimmte er zu. Nachdem Damián und ich die zusätzlichen zehn Peseten pro Tag Mr. Jonés kampflos abgehandelt hatten, gingen wir mit Sentiá zum Bürgermeister, der auch als Amtsrichter des Dorfes fungierte, und brachten ihn dazu, den veränderten Vertrag zu bezeugen. Schließlich unterschrieben wir alle das von einem spanischen Notar verfasste Dokument. Sentiá kritzelte Namen und Unterschrift mit zitternder Hand darauf, »Gott, sei mir gnädig und lass das hier nicht mein Todesurteil werden!«
(Fortsetzung im nächsten Mallorca-Newsletter)
Auszug aus »Geschichten aus dem anderen Mallorca« von Robert Graves, erschienen in der 3. erweiterte Auflage 2012.
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Feedback – E-Mails an die Newsletter-Redaktion
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Im letzten Newsletter fragten wir Sie, liebe Leser, ob Sie Mallorca trotz Überfüllung im Sommer und Herbst weiterhin die Treue halten werden. Hier einige Ihrer Zuschriften.
[...] ja die Misswirtschaft sieht der normale Tourist i.d.R. nicht ist aber immer stärker vorhanden. Vor allem mussten wir persönlich feststellen, dass Firmen für unser Empfinden viel unter dem Tisch durchführen. Vor allem die vielen Auswanderer die sich auf der Insel mit einer imaginären Selbständigkeit aufhalten und ihre eigenen Landsleute über den Tisch ziehen. I.d.R. werden hier Leistungen angeboten die 1. nie qualifiziert erlernt wurden, 2. wird selten bis nie eine Rechnung geschrieben und somit auch nicht versteuert. Persönlich mussten wir feststellen, dass einheimische qualifiziertere Arbeit und durchaus gerechtfertigte Preise verlangt und diese auch ordentlich abwickeln. Hierzu ist es leider notwendig, dass man der spanischen Sprache etwas mächtig ist, was wir aber jedem nur empfehlen können.
Sicher wird gerade im touristischen Bereich einiges am Fiskus vorbei gearbeitet, aber hier muss sich auch der Verbraucher mal an die eigene Nase fassen. Geiz ist Geil bringt dies immer mehr zum Vorschein.
Gute Leistung oder ordentliche Qualität kostet halt nun einmal Geld!
(Markus Waizmann)
[...] Wochenlang hatten wir unseren Nachbarn und der Freundin meiner Tochter von Mallorca und dem Hotel Albufeira Playa (Alcudia) vorgeschwärmt. Dort waren wir bereits schon zum neunten Mal. Da es nicht ganz billig ist sparten unsere Nachbarn darauf und konnten einen Tag nach uns nachkommen. Und was war? Das Hotel war überbucht und sie wurden in ein anderes, ein paar Kilometer entferntes Hotel gekarrt. [...]
Wir, die ja vor Ort waren sahen warum das Hotel überfüllt war. Scharen von sehr lauten russischen Mitbürgern bevölkerten den Speiseraum mit Ihren gewöhnungsbedürftigen Essmanieren!!! Und ich, die noch öfters auf Mallorca gewesen war und das Klischee »Putzfraueninsel« bei allen Gesprächen vehement verteidigte, da ich auch die wunderschöne Seite von Mallorca kennenlernen durfte (und da gehörte auch Alcudia dazu). [...]
Ich bin sehr enttäuscht und werde die Insel in den nächsten Jahren beobachten.
Wir werden jetzt mal nach Fuerteventura fliegen.
(Monika Haas)
[...] wir fliegen schon fast 20 Jahre nach Mallorca, sind seit 12 Jahren immer im selben Hotel in Can Picafort. Dieses Jahr fanden wir, dass die Insel ziemlich gut besucht war. Wenn man morgens nicht früh am Strand war bekam man kaum noch einen Platz oder es war so voll das man sich ganz eng neben jemand legen musste. Fazit wir haben noch keinen Sommer erlebt der so viele Touris aufwies.
(Gabi Bardehle)
[...] Wir waren im Juli 2012 auf Mallorca (Cala Millor). Es stimmt, wir hatten den Eindruck, es noch nie so »randvoll« erlebt zu haben.
Wenn man frühzeitig am Strand war, dann bekam man noch ein gutes Plätzchen. Wenn man etwas weiter raus ging, konnte man auch schwimmen – im wunderbaren klaren und gut temperierten Meer! Im Hotel (Milor Sol) war alles belegt, der Speisesaal wurde sogar zum Außenbereich erweitert. Trotzdem war das Personal immer freundlich und hilfsbereit.
Aber man sollte meinen: Mehr geht wirklich nicht mehr. Im Frühjahr werden wir trotzdem zur Mandelblüte wieder kommen. Und danach schauen wir einmal.
(Karin und Theo Kauertz)
[...] wer Mallorca liebt, kommt auch immer wieder.
Dies werde ich auch im kommenden Jahr mit einem oder zwei Besuchen so halten.
(Brigitte v. Bernem)
[...] ja, es ist traurig, dass der Durchschnittstourist leider von der Krise hier auf Mallorca nichts mitbekommt. Wie soll er auch, wenn er die schönsten Tage des Jahres am Strand liegt oder sich am Pool seines 3-4 Sternehotels sonnt, während die Menschen hier bes. im öffentlichen Dienst sich abstrampeln, um es eben diesen Leuten recht zu machen. Schade, dass sie nicht sehen können, wie stressgeplagte Zimmermädchen, Kellner, Rezeptionisten, Reiseleiter darum kämpfen, dass ihre Kinder, die ZUKUNFT dieser so beliebten Insel, eine anständige Schulausbildung ohne Streichungen von Schulgeldern, Lehrpersonal, erhalten. Wo fließen nur all die Gelder, welche die Touristen säckeweise anschleppen, hin? Ich lebe seit 22 Jahren hier auf dieser wunderschönen Insel, mein Sohn ist hier geboren, geht zur öffentlichen Schule und fühlt sich hier wohl. Doch mir persönlich macht es Angst, täglich im Radio zu hören, dass jeder 2. Jugendliche auf Mallorca ohne Job ist. Wo soll das noch hinführen? Kinder sind die Zukunft des Landes, doch unter diesen wirtschaftlich katastrophalen Umständen sehe ich keine große Zukunft für die Kinder und muss mir neben meiner saisonbedingten Arbeitslosigkeit (hier 4 Monate) auch noch täglich Sorgen um die Zukunft meines Kindes machen. Dies ist die traurige Realität für den Durchschnittsresidenten der Lieblingsinsel der Deutschen.
(Nicola Müller)
[...] Ja, wir waren dieses Jahr seit langem wieder auf Mallorca und waren wieder so begeistert, dass wir für das nächste Jahr schon wieder gebucht haben!
(NMichael Delker)
An dieser Stelle veröffentlicht der Mallorca-Newsletter ausgewählte Leserzuschriften. Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Einsendungen zu kürzen. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung oder Vollständigkeit.
Die Newsletter-Redaktion erreichen Sie per E-Mail an feedback@mallorca.de
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